Sumi-e

Die Kunst des Weglassens

"Sumi" heißt auf Japanisch Tusche und "e" Bild, also Tuschbild. Dies ist ein neuerer Begriff, der die verschiedenen Arten von Tuschmalerei zusammenfaßt. Sumi-e wird auch die Kunst des Hell und Dunkels, Kunst der Linien und besonders Kunst des Weglassens genannt.

Werkzeuge sind Pinsel, japanische Tusche, Reibstein, Wasser und saugfähiges Japanpapier oder Seide.

In China entstanden, gelangte die Tuschmalerei vor etwa 800 Jahren durch Zen-Mönche nach Japan. Dort entwickelte sie sich zu einer typisch japanischen Kunstform.

Die Bildprodukte sind einfache auf das Wesentliche reduzierte Pinselspuren, die aus dem weißen Freiraum heraus leben. Zur Anwendung kommt nach einer Konzentrationsphase bzw. Meditationsphase eine Pinseltechnik, wobei, ohne Vorzeichnen, jeder Pinselstrich unkorrigierbar festgehalten wird und so zu einem harmonischen Bild seinen Beitrag leistet. Der Weg des Pinsels ist ein Weg nach der Zen-Philosophie die Harmonie zwischen Mensch und Universum zu erreichen. Wie bei jedem Zen-Weg ist damit strenge Disziplin und jahrelanges Üben verbunden.

 

Sumi-e-Künstlerin Marianne Marx-Bleil (1944-1993)

Nachdem der recht umfangreiche Nachlaß der Künstlerin über 20 Jahre in der Versenkung blieb, wird nun mit dieser Website  begonnen, einen kleinen Teil davon der interessierten Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, um so die Künstlerin mit ihrer leisen Pinselsprache wieder zu Wort kommen zu lassen.

Ihr Lebensweg

Die Künstlerin vereint japanische Tradition und westliches Lebensgefühl

Künstlerin Marianne Marx-Bleil
Künstlerin Marianne Marx-Bleil

Marianne Marx-Bleil wurde am 10.01.1944 in Besigheim/Württemberg geboren und ließ sich nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Kleiningersheim als freischaffende Künstelerin nieder.

 

Ihre Ausbildung als Malerin erhielt sie in Schweden, England und Japan. Sie besuchte von 1968 bis 1970 die Kunstfachschule Stockholm bzw. das College of Arts in Brighton. Japanische Tuschmalerei, Sumi-e, studierte sie von 1970-1972 in Wakayama/Japan bei Ryushu Yamamoto, 1974 in Kyoto bei Toshio Kumagai und 1978 in Tokyo bei Kojin Ban. Die direkte Weitergabe dieser sehr von der Zen-Philosophie geprägten Kunstform, erfolgt in Japan  traditionell durch einen Meister, auch heute noch. 

Zwischen 1970 und 1978 erlangte Marianne Marx-Bleil als Graduierung den 1. bis 4. Namensstempel in Japan.

 

Die Bilder von Marianne Marx-Bleil waren seit 1976 bis 1992 in zahlreichen Einzelaustellungen, vorwiegend im süddeutschen Raum,  auch in Hamburg, Frankfurt, Wakayama und Tokyo zu sehen. Mehr in der Vita von Marianne Marx-Bleil.

 

Schönheit der Natur im Verlauf der Jahreszeiten - Sumi-e

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Das mutige Kätzchen - Sumi-e

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