Sumi-e

Die Kunst des Weglassens

Marianne Marx-Bleil

"Sumi" heißt auf Japanisch Tusche und "e" Bild, also Tuschbild. Dies ist ein neuerer Begriff, der die verschiedenen Arten von Tuschmalerei zusammenfaßt. Sumi-e wird auch die Kunst des Hell und Dunkels, Kunst der Linien und besonders Kunst des Weglassens genannt.

Werkzeuge sind Pinsel, japanische Tusche, Reibstein, Wasser und saugfähiges Japanpapier oder Seide.

In China entstanden, gelangte die Tuschmalerei vor etwa 800 Jahren durch Zen-Mönche nach Japan. Dort entwickelte sie sich zu einer typisch japanischen Kunstform.

Die Bildprodukte sind einfache auf das Wesentliche reduzierte Pinselspuren, die aus dem weißen Freiraum heraus leben. Zur Anwendung kommt nach einer Konzentrationsphase bzw. Meditationsphase eine Pinseltechnik, wobei, ohne Vorzeichnen, jeder Pinselstrich unkorrigierbar festgehalten wird und so zu einem harmonischen Bild seinen Beitrag leistet. Der Weg des Pinsels ist ein Weg nach der Zen-Philosophie die Harmonie zwischen Mensch und Universum zu erreichen. Wie bei jedem Zen-Weg ist damit strenge Disziplin und jahrelanges Üben verbunden.

 

Nachdem der recht umfangreiche Nachlaß der Künstlerin über 20 Jahre in der Versenkung blieb, wird nun mit dieser Website  begonnen, einen kleinen Teil davon der interessierten Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, um so die Künstlerin mit ihrer leisen Pinselsprache wieder zu Wort kommen zu lassen.

Schönheit der Natur im Verlauf der Jahreszeiten - Sumi-e

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Das mutige Kätzchen - Sumi-e